Outpost einrichten

Vom leeren Rechner zum ersten durchsuchbaren Ordner — mit der Outpost-Anwendung für Windows und Linux.

Ein Outpost ist ein Rechner bei euch, der eure Dokumente durchsuchbar macht und eure internen Dienste erreichbar. Ihr installiert die Outpost-Anwendung darauf — ein Programm mit Oberfläche, für Windows und Linux — und zeigt ihr Ordner und Dienste. Das Programm liest die Dokumente und legt ein Suchverzeichnis an, beides bleibt auf diesem Rechner.

Nur so viel geht heraus, wie ihr freigebt

„On-Premise“ heißt nicht, dass nichts euer Netz verlässt — es heißt, dass nur das herausgeht, was ihr freigebt. Eure Dateien werden nicht in die Cloud kopiert, aber für jede Antwort geht mindestens die passende Textstelle heraus, sonst gäbe es keine Antwort. Was genau, entscheidet ihr über die Freigabe-Stufe weiter unten.

Early Access — kostenlos ausprobieren

Der Outpost ist in Early Access. Er ist im Alltag nutzbar, und wir liefern schnell nach — rechnet mit häufigen Updates und damit, dass sich einzelne Oberflächen noch ändern.

Die Einrichtung unten könnt ihr kostenlos durchspielen: 100 Dokumente und ein Dienst sind frei. Das ist eine Vorschau, kein Tarif — sie ist genau so bemessen, dass ihr einmal sieht, dass die Einrichtung funktioniert: koppeln, Ordner freigeben, indexieren lassen, suchen. Für den produktiven Einsatz sprecht ihr uns an (enterprise@meingpt.com).

Was ihr braucht

Der Rechner liest eure Dokumente, hält die Verbindung zu euren Diensten und beantwortet Suchanfragen. Er sollte durchlaufen: ist er aus oder ist der Outpost gestoppt, sind seine Dokumente so lange nicht auffindbar. meinGPT läuft normal weiter — es fehlen dann nur diese Quellen.

BetriebssystemWindows 10/11 oder Windows Server 2019+, oder ein 64-Bit-Linux mit Desktop-Umgebung (AppImage). Physisch oder als VM.
Arbeitsspeicher4 GB, 2 Kerne. Keine Grafikkarte nötig.
SpeicherplatzEtwa ein Drittel der Gesamtgröße eurer Dokumente, mindestens 10 GB. Das Suchverzeichnis liegt im Datenordner der Anwendung.
Zugriff auf eure AblageNetzlaufwerk, UNC-Pfad oder Mount, mit einem Dienstkonto, das lesen darf.
Zugriff auf eure DiensteDatenbanken und lokale MCP-Server müssen von diesem Rechner aus erreichbar sein.
RechteUnter Windows einmalig lokale Administratorrechte für die Installation. Unter Linux startet das AppImage ohne erhöhte Rechte. Kein Neustart nötig.

Es ist keine Datenbank, kein Container und keine Laufzeitumgebung zusätzlich zu installieren. Server, Suchindex und das integrierte Embedding-Modell stecken in der Anwendung.

Was die Firewall erlauben muss

Zwei ausgehende Verbindungen, beide über Port 443. Kein eingehender Port, keine Portfreigabe.

HostPortTypZweck
bridge.meingpt.com443HTTPS/WSSDer Tunnel, über den meinGPT Suchanfragen stellt
app.meingpt.com443HTTPSmeinGPT-API und Kopplung

Diese Liste steht auch in der Anwendung

Der Outpost druckt sie im Reiter Verbindung unter Netzwerkfreigaben — mit einem Kopieren-Knopf. Das ist der zuverlässigste Weg, sie an die IT zu geben: dort steht, was dieser Rechner in dieser Version tatsächlich braucht, inklusive einer abweichenden meinGPT-URL, wenn ihr eine eigene Instanz nutzt.

Schritt 1 — Programm installieren

Ladet die Anwendung auf dem vorbereiteten Rechner herunter, nicht auf eurem eigenen Arbeitsplatz. Den Download findet ihr in meinGPT unter Einstellungen → On-Premise → Outpost hinzufügen — unter Windows ein Installationsprogramm, unter Linux ein AppImage, das ihr ausführbar macht und startet.

Woran ihr erkennt, dass ihr das Richtige installiert

Das Windows-Installationsprogramm ist mit einem öffentlich vertrauenswürdigen Zertifikat auf SelectCode GmbH signiert; Windows zeigt den Herausgeber vor der Installation an. Das Linux-AppImage trägt keine Code-Signatur — dort ist der Download aus meinGPT die Herkunft, auf die ihr euch verlässt.

Aktualisierungen sind auf beiden Systemen abgesichert: der Outpost prüft jedes Update gegen ein Ed25519-signiertes Manifest und zusätzlich die Prüfsumme der einzelnen Datei. Danach hält er sich selbst aktuell — es gibt keinen manuellen Update-Schritt.

Schritt 2 — Koppeln

Beim ersten Start führt die Anwendung durch drei Seiten: eine Übersicht, eine Erklärung der Verbindung (die Seite, die ihr der IT-Sicherheit zeigen könnt) und die Kopplung.

In meinGPT vergebt ihr unter Einstellungen → On-Premise → Outpost hinzufügen einen Namen und bekommt einen Koppelcode aus acht Zeichen. Den lest ihr der Person vor, die am Rechner sitzt — sie gibt ihn ein und drückt Koppeln. Auf dem Rechner ist keine meinGPT-Anmeldung nötig, und der Code läuft ab.

Der Koppel-Schritt des Einrichtungsassistenten: ein Feld für den achtstelligen Code aus meinGPT

Der Assistent ist erst fertig, wenn die Kopplung steht

Fertig unten rechts löst die Kopplung aus, wenn noch keine besteht — es überspringt sie nicht. Ohne gültigen Code kommt ihr an dieser Seite nicht vorbei, und das ist Absicht: die Kopplung ist der einzige Schritt, der an Proxy, Firewall oder Zertifikat scheitern kann. Scheitert sie, hat die Seite einen Knopf, der die Netzwerkprüfung startet — siehe Konsole & Betrieb.

Schritt 3 — Datenquelle in meinGPT anlegen

Das ist der Schritt, der am häufigsten übersehen wird, weil er nicht am Outpost-Rechner passiert: eine Datenquelle entsteht in meinGPT, nicht im Outpost.

Legt in meinGPT unter Datenquellen eine neue Datenquelle an — Typ Andere für einen Ordner auf diesem Rechner, Typ SMB für eine Windows-/Samba-Freigabe. Dort vergebt ihr Namen und Berechtigungen; dort entscheidet sich, wer die Dokumente später findet. Anschließend braucht ihr von dieser Datenquelle die Datenquellen-ID — die kopiert ihr im nächsten Schritt in den Outpost.

Der Outpost sagt zu keinem Zeitpunkt „ihr hättet zuerst eine Datenquelle anlegen müssen“, außer im leeren Zustand des Reiters Daten. Wenn ihr also im Outpost nach einem Knopf sucht, der eine Datenquelle erzeugt: den gibt es nicht.

Schritt 4 — Ordner und Dienste freigeben

Was gelesen wird, legt ihr im Programm auf dem Rechner fest. Im Reiter Daten gibt es zwei Listen: Quellen für Ordner und Freigaben, Dienste für Datenbanken im eigenen Netz und lokale MCP-Server. Ein Dienst ist keine Datei-Ablage, sondern eine Verbindung — meinGPT fragt darüber den aktuellen Stand ab, statt einen Index zu durchsuchen.

Datenquelle hinzufügen öffnet einen zweistufigen Dialog: erst der Quellentyp, dann die Felder. Für einen Ordner sind das genau zwei: die Datenquellen-ID aus Schritt 3 und der Ordnerpfad auf diesem Rechner.

Der Dialog „Datenquelle verbinden“ mit den Feldern Datenquellen-ID und Ordnerpfad

Das ist die Aufteilung, die sich durch das ganze Produkt zieht:

Auf dem Outpost-RechnerIn meinGPT
welche Ordner, Freigaben und Dienste angebunden sindwelche Datenquellen es überhaupt gibt
welcher Pfad zu welcher Datenquellen-ID gehörtwer welche Dokumente finden darf
wann gelesen wird, was übersprungen wurdewie viel ein Outpost herausgeben darf
Fehlerdiagnose, Neuaufbau des Suchverzeichnisseswelche Outposts es gibt und ob sie verbunden sind

Schritt 5 — Starten und beim Indexieren zusehen

Nach der Einrichtung ist der Outpost gekoppelt, aber gestoppt. Die Statusleiste am unteren Fensterrand zeigt links Gestoppt mit einem Start-Knopf; erst danach wird gelesen, indexiert und geantwortet.

Drückt Start und wechselt in den Reiter Index. Dort läuft mit, wie viele Dokumente indexiert sind, wie viele noch offen sind, welche fehlgeschlagen sind — und welche Dateitypen übersprungen wurden. Der Fortschrittsbalken bleibt in der Statusleiste sichtbar, auch wenn ihr die Reiter wechselt.

Wie viel darf herausgehen?

Gilt pro Datenquelle; jede Stufe enthält alles aus der Stufe darüber.

StufeVerlässt euer NetzWofür
Textstellendie passenden Absätze und der DateinameHöchste Zurückhaltung. Antworten wirken stückhaft, weil das Modell nie den Zusammenhang eines Dokuments sieht.
Volltext (Standard)zusätzlich der komplette Text der gefundenen DokumenteDer Qualitätssprung. Die Datei selbst bleibt bei euch.
Originaldateienzusätzlich die Datei selbstMitarbeitende können die Datei aus einem Zitat öffnen und weiterverwenden. Bei einer Angebotsvorlage ist die Datei die Antwort.

Eine Stufe unter „Textstellen“ gibt es nicht: ein Zitat, das niemand einordnen kann, ist keine Antwort.

Der Unterschied zwischen Volltext und Originaldateien ist Text gegen Artefakt, nicht Maschine gegen Mensch — wer den Volltext freigibt, kann sich den Inhalt vom Assistenten wiedergeben lassen. Geschützt bleibt bei „Volltext“ die Form: Layout, das unterschriebene PDF, die Briefvorlage.

Dateisystem-Berechtigungen wandern nicht mit

Wer einen Ordner für eine Datenquelle freigibt, gibt ihn allen frei, die diese Datenquelle in meinGPT sehen dürfen — auch Personen, die ihn im Explorer oder auf der Freigabe nicht öffnen könnten. NTFS-, Active-Directory- und POSIX-Rechte werden nicht übernommen. Prüft vor der Freigabe, welcher Ordner welchem Team zugeordnet wird.

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Hinweis

Im Standardfall braucht ihr keinen Outpost: Datenquellen lassen sich in meinGPT direkt anbinden, ohne einen eigenen Rechner zu betreiben. Ein Outpost lohnt sich, wenn Dateien oder Systeme das Haus nicht verlassen sollen.

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