Outpost einrichten

Vom leeren Rechner zum ersten durchsuchbaren Ordner — mit der Outpost-Anwendung für Windows, macOS und Linux.

Ein Outpost ist ein Rechner bei dir, der deine Dokumente durchsuchbar macht. Du installierst die Outpost-Anwendung darauf — ein Programm mit Oberfläche, für Windows, macOS und Linux — und zeigst ihr Ordner. Das Programm liest die Dokumente und legt ein Suchverzeichnis an, beides bleibt auf diesem Rechner.

Hier wird ein Outpost installiert, nicht Cloud Vault — und nur so viel geht heraus, wie du freigibst

Diese Seite behält ihre frühere URL, damit vorhandene Lesezeichen weiter funktionieren. Installiert wird hier der selbst betriebene Outpost. Cloud Vault ist ein eigener MeinGPT-Dienst und wird nicht auf diesem Rechner installiert — mehr dazu unter Datenquellen (RAG). Die verbindliche Produktabgrenzung zum Outpost und die unterstützten Umgebungen stehen in der Outpost-Übersicht.

„On-Premise“ heißt dabei nicht, dass nichts dein Netz verlässt — es heißt, dass nur das herausgeht, was du freigibst. Quelldateien und Suchindex werden nicht zentral synchronisiert, aber für jede Antwort geht mindestens die passende Textstelle heraus, sonst gäbe es keine Antwort. Was genau, entscheidest du ausschließlich pro Ordner am Outpost über die Freigabestufe weiter unten.

Der Outpost selbst ist noch in aktiver Entwicklung:

Early Access — kostenlos ausprobieren

Der Outpost ist in Early Access. Er ist im Alltag nutzbar, und wir liefern schnell nach — rechne mit häufigen Updates und damit, dass sich einzelne Oberflächen noch ändern.

Die Einrichtung unten kannst du kostenlos durchspielen: 100 Dokumente sind frei. Das ist eine Vorschau, kein Tarif — sie ist genau so bemessen, dass du einmal siehst, dass die Einrichtung funktioniert: koppeln, Ordner freigeben, indexieren lassen, suchen. Für den produktiven Einsatz sprichst du uns an (enterprise@meingpt.com).

Was du brauchst

Der Rechner liest deine Dokumente und beantwortet Suchanfragen. Er sollte durchlaufen: ist er aus oder ist der Outpost gestoppt, sind seine Dokumente so lange nicht auffindbar. MeinGPT läuft normal weiter — es fehlen dann nur diese Quellen.

Betriebssystem

PlattformAnforderung
WindowsWindows 10 ab Version 1809, Windows 11 oder Windows Server 2019+, 64-Bit (Build 17763 oder neuer)
macOSApple Silicon (M1 und neuer) — kein Build für Intel-Macs
Linuxx86-64 mit glibc 2.39+ und libstdc++ mit GLIBCXX_3.4.31, verifiziert auf Ubuntu 24.04 LTS und Debian 13

Physisch oder als VM.

Windows Server 2016 wird nicht unterstützt

Auf Windows Server 2016 und Windows-10-Versionen vor 1809 kann der Outpost keine Dokumente lesen. Der Installer prüft die Windows-Version und bricht dort ab. Installiere den Outpost auf Windows Server 2019, 2022 oder neuer. Ein bereits installierter Outpost auf Windows Server 2016 läuft mit seiner aktuellen Version weiter und erhält keine automatischen Updates.

Windows: Visual C++ Redistributable (x64) muss vorher da sein

Der Installer bricht ab, wenn die Microsoft Visual C++ Redistributable (x64) fehlt oder zu alt ist, und bietet dir den Download der aktuellen Version an: aka.ms/vc14/vc_redist.x64.exe. Auf einem frisch aufgesetzten Rechner fehlt sie regelmäßig. Eine unbeaufsichtigte Installation bricht ohne Dialog ab und meldet den Grund im Installationsprotokoll.

Rechner und Zugriff

ArbeitsspeicherMindestens 8 GB RAM und 2 Kerne. Für den produktiven Betrieb empfehlen wir 16 GB, für große oder OCR-intensive Bestände 32 GB. Keine Grafikkarte nötig.
SpeicherplatzPlane Platz für extrahierte Texte, Suchindizes und vorübergehenden Speicherbedarf bei Index-Upgrades ein. Ermittle das Speicherbudget anhand einer repräsentativen Stichprobe deines Bestands.
Zugriff auf deine AblageLokaler Pfad, UNC-Pfad oder Mount mit Leserechten für die Laufzeitidentität. Unter Windows greift der unbeaufsichtigte Dienst auf Domänenfreigaben als Computerkonto DOMÄNE\RECHNERNAME$ zu.
Optional: Dienste-VorschauNur wenn sie für deinen Workspace freigeschaltet ist: Datenbanken und lokale MCP-Server müssen von diesem Rechner aus erreichbar sein.

Installationsrechte

PlattformWas nötig ist
WindowsLokale Administratorrechte für Installation, Reparatur, Dienststeuerung und Konfigurationsänderungen. Die Dienststatusansicht öffnet ohne UAC-Abfrage.
macOSAnwendung aus dem Disk-Image in den Programme-Ordner ziehen — je nach Konto fragt macOS dabei nach Administratorrechten.
LinuxDas AppImage startet ohne erhöhte Rechte.

Kein Neustart nötig.

Es ist keine Datenbank, kein Container und keine Laufzeitumgebung zusätzlich zu installieren. Server, Suchindex und das integrierte Embedding-Modell stecken in der Anwendung.

Für Macs mit Intel-Prozessor gibt es keinen Outpost

Die macOS-Fassung läuft ausschließlich auf Apple Silicon (M1 und neuer). Für Macs mit Intel-Prozessor gibt es keinen Download, und Rosetta hilft hier nicht — es übersetzt in die andere Richtung.

Prüfe das, bevor du herunterlädst: Apfel-Menü → Über diesen Mac. Steht dort unter Chip ein „Apple M…“, bist du richtig. Steht dort Prozessor und ein Intel-Modell, nimm für diesen Outpost einen Windows- oder Linux-Rechner — die Anwendung ist auf allen drei Systemen dieselbe.

Was die Firewall erlauben muss

Zwei ausgehende Verbindungen, beide über Port 443. Kein eingehender Port, keine Portfreigabe.

HostPortTypZweck
bridge.meingpt.com443HTTPS/WSSDer Tunnel, über den MeinGPT Suchanfragen stellt
app.meingpt.com443HTTPSMeinGPT-API und Kopplung

Diese Liste steht auch in der Anwendung

Der Outpost druckt sie im Reiter Verbindung unter Netzwerkfreigaben — mit einem Kopieren-Knopf. Das ist der zuverlässigste Weg, sie an die IT zu geben: dort steht, was dieser Rechner in dieser Version tatsächlich braucht, inklusive einer abweichenden MeinGPT-URL, wenn du eine eigene Instanz nutzt.

Schritt 1 — Programm installieren

Lade die Anwendung auf dem vorbereiteten Rechner herunter, nicht auf deinem eigenen Arbeitsplatz. Den Download findest du in MeinGPT unter Einstellungen → Outposts → Outpost verbinden:

SystemWas du bekommstWas du damit tust
Windowsein Installationsprogrammausführen, dem Assistenten folgen
macOSein Disk-Image (.dmg) für Apple Siliconöffnen, die Anwendung in den Programme-Ordner ziehen
Linuxeinen verifizierten Installationsbefehlaus MeinGPT kopieren und im Terminal ausführen

Der Dialog „Outpost einrichten“ mit den drei Kacheln Windows, macOS und Linux — macOS und Linux mit ihrer jeweiligen Installationsaktion.

Woran du erkennst, dass du das Richtige installierst

Das Windows-Installationsprogramm ist mit einem öffentlich vertrauenswürdigen Zertifikat auf SelectCode GmbH signiert; Windows zeigt den Herausgeber vor der Installation an. Die macOS-Anwendung ist mit einem Developer-ID-Zertifikat signiert und von Apple notarisiert — sie startet deshalb ganz normal per Doppelklick. Es gibt keine Gatekeeper-Blockade zu umgehen und keinen Rechtsklick-Umweg. Unter Linux prüft MeinGPT zuerst das geladene Bootstrap-Skript gegen den SHA-256 aus der authentifizierten Release-Antwort. Das Skript prüft anschließend einen Ed25519-signierten Installationsdescriptor und danach Größe und SHA-256 des AppImage. Das AppImage selbst trägt keine Code-Signatur des Betriebssystems. Der manuelle AppImage-Link ist deshalb nur ein Wiederherstellungsweg: vergleiche vor dem Start den vollständigen SHA-256, der daneben angezeigt wird.

Aktualisierungen sind auf allen drei Systemen abgesichert: der Outpost prüft jedes Update gegen ein Ed25519-signiertes Manifest und zusätzlich die Prüfsumme der einzelnen Datei. Danach hält er sich selbst aktuell — es gibt keinen manuellen Update-Schritt.

Schritt 2 — Koppeln

Unter Windows zuerst Konfiguration ändern auswählen und die Windows-Freigabe bestätigen. Die Dienststatusansicht bleibt ohne Adminrechte zugänglich.

Der Windows-Dienststatus mit „Konfiguration ändern“ als geschützter Aktion; die Statusansicht selbst öffnet ohne Admin-Freigabe.

Beim ersten Start führt die Anwendung durch drei Seiten: Koppeln, Ressourcen und Ordner. Auf der ersten Seite erzeugt der Rechner selbst einen Code — nicht MeinGPT; du bestätigst ihn danach in MeinGPT. Der vollständige Ablauf mit Code, Fingerabdruck-Satz und was zu tun ist, wenn die Kopplung nicht durchläuft, steht unter Outpost anlegen und koppeln.

Schritt 3 — Ressourcen einstellen

Nach der Kopplung wechselt der Assistent automatisch zu Ressourcen. Zwei Angaben sind hier Pflicht, bevor es weitergeht — beide lassen sich später im Reiter Einstellungen der Anwendung wieder ändern.

Rechenbudget — ein Profil: Ressourcenschonend, Automatisch (empfohlen) oder Schneller indexieren. Live-Suchen haben in jedem Profil Vorrang vor der Hintergrund-Indexierung; das Profil bestimmt nur, wie viel CPU, RAM und wie viele Hintergrundaufträge dafür reserviert bleiben, und die Anwendung zeigt die aktuellen Grenzwerte direkt darunter an (z. B. „Bis 50 % CPU · 20 % RAM frei · 2 Hintergrundaufträge“).

Speicherbudget — eine Obergrenze für Text und Suchindizes zusammen. Der Standard beträgt 200 GiB (die Anwendung zeigt dafür „200 GB“). Unter Einstellungen → Outpost-Speicherlimit kannst Du ihn ändern. Der Wert reserviert keinen Speicherplatz: Bei weniger als 512 MiB oder 5 % freiem Platz pausiert die Indexierung unabhängig vom eingestellten Limit. Ermittle für den produktiven Einsatz den Bedarf anhand einer repräsentativen Stichprobe und plane vorübergehenden Platz für Index-Upgrades ein, wie unter Was du brauchst beschrieben.

Ab 80 % Nutzung warnen Status und Einstellungen mit belegtem Speicher und Limit. Die Indexierung läuft weiter; erhöhe das Limit rechtzeitig, sofern die Festplatte genug Platz bietet.

Beim Update werden gespeicherte Limits von exakt 50 GiB auf 200 GiB angehoben, auch wenn Du zuvor bewusst 50 GiB gewählt hast. Andere Werte bleiben erhalten. Ordner mit Suchziel Automatisch können dadurch mit dem Aufbau des Vektorindexes beginnen, wenn bisher nur das Speicherbudget fehlte. Das benötigt zusätzliche Rechenzeit und Speicher. Der Schritt „Ressourcen einstellen“: Rechenbudget-Auswahl und Speicherbudget in GB.

Schritt 4 bis 6 — Ordner freigeben, übernehmen, starten

Was gelesen wird, legst du im Programm auf dem Rechner fest, nicht in MeinGPT: Reiter Freigaben → Freigeben → Einen Ordner. Danach übernimmst du den gemeldeten Ordner in MeinGPT unter Einstellungen → Outposts → Verwalten → Freigaben und gibst ihn den passenden Personen oder Teams frei. Zuletzt drückst du Start in der Statusleiste — erst dann wird gelesen, indexiert und geantwortet.

Der vollständige Ablauf mit allen Zwischenschritten, Screenshots und was bei Netzlaufwerken zu beachten ist, steht unter Ordner auf diesem Rechner.

Dienste sind eine separate Vorschau

Datenbanken und lokale MCP-Server erscheinen nur, wenn wir die kontrollierte Dienste-Vorschau für deinen Workspace freigeschaltet haben. Dass du hier nur Ordner auswählen kannst, ist im allgemeinen Early Access der erwartete Zustand.

Diese drei Schritte im Detail

Wie viel darf herausgehen?

Gilt pro Ordner, und die Entscheidung fällt im Outpost — nicht in der Weboberfläche: Freigaben → den Ordner öffnen → „Was dieser Ordner herausgibt“. Die Wahl ist zwischen Nur Text (Standard) und zusätzlich den Originaldateien; die vollständige Erklärung steht unter Die Freigabestufe.

Weitere Themen

Über die Einrichtung hinaus:

Hinweis

Im Standardfall brauchst du keinen Outpost: Datenquellen lassen sich in MeinGPT direkt anbinden, ohne einen eigenen Rechner zu betreiben. Ein Outpost lohnt sich, wenn Quelldateien und Suchindex in deinem Netz bleiben oder Systeme aus der Cloud nicht erreichbar sind. Was einzelne Anfragen übertragen dürfen, steuerst du pro Ordner am Outpost.

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