Outposts (On-Premise)

Dateien und Dienste nutzbar machen, die euer Haus nicht verlassen sollen — was ein Outpost ist, was ihr hier verwaltet und was auf dem Rechner passiert.

Ein Outpost ist eine Anwendung mit grafischer Oberfläche, die ihr auf einem Rechner in eurem Netz installiert — für Windows und Linux. Ihr zeigt ihr Ordner, und sie liest die Dokumente und legt ein Suchverzeichnis an; beides bleibt auf diesem Rechner, eure Dateien werden nicht in die Cloud kopiert.

Nicht nur Dateien. Ein Outpost bindet auch Dienste an, die auf dem Rechner erreichbar sind: Datenbanken im eigenen Netz und lokale MCP-Server. Dateien beantworten „was steht dazu bei uns?", Dienste beantworten „wie ist der Stand gerade?".

Ihr braucht einen Outpost nur, wenn Dateien oder Systeme das Haus nicht verlassen sollen. Alle anderen Datenquellen bindet ihr direkt unter Einstellungen → Datenquellen an, ohne eigene Hardware.

Early Access — kostenlos ausprobieren

Der Outpost ist in Early Access. Er ist im Alltag nutzbar, und wir liefern schnell nach — rechnet mit häufigen Updates und damit, dass sich einzelne Oberflächen noch ändern. Ausprobieren kostet nichts: 100 Dokumente und ein Dienst sind frei — eine Vorschau, kein Tarif. Details unter Kostenlose Vorschau.

Er ist ein vollständiger Neubau des früheren DataVault. Der alte Weg lief über Docker: aufwendig einzurichten, im Betrieb wiederkehrend störanfällig — Updates, die niemand einspielte, Container, die nach einem Neustart nicht mehr hochkamen — und auf Betriebswissen angewiesen, das in einem mittelständischen IT-Team nicht nebenbei vorhanden ist. Genau für diese Teams war er gedacht. Deshalb haben wir ihn nicht weiter repariert, sondern neu gebaut: als Anwendung, die sich installieren, koppeln und selbst aktualisieren kann. Bestehende Docker-Installationen laufen nicht weiter — sie müssen umgestellt werden, und die Datenbestände werden dabei neu indexiert. Meldet Euch bei uns unter enterprise@meingpt.com; wir richten den neuen Outpost gemeinsam mit Euch ein. Was dabei passiert und warum, beschreibt Umstieg auf den neuen Outpost.

On-Premise heißt nicht, dass nichts herausgeht

Für jede Antwort verlässt mindestens die passende Textstelle euer Netz — sonst gäbe es keine Antwort. Was genau herausgeht, legt ihr pro Dokumentbestand über die Freigabe-Stufe fest. Es gibt drei, und die niedrigste ist immer noch Egress.

Was ihr wo verwaltet

Die häufigste Verwirrung beim ersten Kontakt: es gibt zwei Oberflächen, und sie sind nach der Frage geteilt, wer die Entscheidung trifft.

In meinGPT (Einstellungen → On-Premise)Im Programm auf dem Outpost-Rechner
welche Outposts es gibt, ob sie verbunden sind, wann zuletztwelche Ordner, Laufwerke und Dienste angebunden sind
wer welche Dokumente und internen Anwendungen finden darfwann gelesen wird, wo das Suchverzeichnis liegt
wie viel ein Outpost herausgeben darfFehlerdiagnose, Neuaufbau des Suchverzeichnisses
Zugang eines Rechners widerrufen

Kurz: hier entscheidet ihr, wer was sehen darf und was das Haus verlassen darf. Auf dem Rechner entscheidet ihr, was überhaupt gelesen wird.

Die drei Freigabe-Stufen

Jede Stufe enthält alles aus der Stufe darüber.

StufeVerlässt euer NetzWofür
Textstellendie passenden Absätze und der DateinameHöchste Zurückhaltung. Antworten wirken stückhaft, weil das Modell nie den Zusammenhang eines Dokuments sieht.
Volltext (Standard)zusätzlich der komplette Text der gefundenen DokumenteDer Qualitätssprung. Die Datei selbst bleibt bei euch.
Originaldateienzusätzlich die Datei selbstMitarbeitende können die Datei aus einem Zitat öffnen und weiterverwenden. Bei einer Angebotsvorlage ist die Datei die Antwort.

Der Unterschied zwischen den letzten beiden ist Text gegen Artefakt, nicht Maschine gegen Mensch: wer den Volltext freigibt, kann sich den Inhalt vom Assistenten wiedergeben lassen. Geschützt bleibt die Form — Layout, das unterschriebene PDF, die Briefvorlage.

Was ihr vor dem Rollout wissen solltet

Dateisystem-Berechtigungen wandern nicht mit

Wer einen Ordner freigibt, gibt ihn allen frei, die den Dokumentbestand in meinGPT sehen dürfen — auch Personen, die ihn im Explorer oder auf dem Share nicht öffnen könnten. NTFS-, Active-Directory- und POSIX-Rechte werden nicht übernommen. Die Zuordnung Ordner → Team ist damit eine eigene Entscheidung, die ihr bewusst treffen müsst.

Wenn der Rechner aus ist, läuft meinGPT normal weiter. Nur die Dokumente dieses Outposts sind so lange nicht auffindbar — Mitarbeitende bekommen Antworten ohne diese Quellen, nicht gar keine. Ein Outpost sollte trotzdem durchlaufen, sonst fehlen eure Dokumente nachts und am Wochenende.

Ein Rechner ruft immer nach außen. Es wird kein Port in eurer Firewall geöffnet; der Outpost baut die Verbindung selbst auf. Nötig ist ausgehendes HTTPS auf *.meingpt.com.

Zugang widerrufen trennt einen Rechner sofort — ohne dessen Mitwirkung. Das ist der Griff für „Laptop weg“ oder „Mitarbeiter ausgeschieden“. Die verarbeiteten Daten bleiben auf dem Rechner; erst nach erneutem Verbinden ist er wieder erreichbar.

Kostenlose Vorschau

Den Outpost könnt ihr kostenlos ausprobieren: 100 Dokumente und ein Dienst sind frei.

Diese Vorschau ist bewusst klein. Sie soll eine Frage beantworten, und zwar vollständig: Läuft das bei uns? Installation auf eurem Rechner, Ordner freigeben, indexieren lassen, in meinGPT suchen, den Treffer aus eurem eigenen Dokument im Chat sehen — dafür reichen 100 Dokumente aus, denn ob die Kette funktioniert, zeigt das erste indexierte Dokument genauso gut wie das zehntausendste.

Wenn die 100 Dokumente indexiert sind, hat die Vorschau ihren Zweck erfüllt — ihr habt die Antwort, für die sie da ist. Ab hier geht es nicht mehr um die Technik, sondern um den Umfang: Wie viele Bestände, wie viele Dienste, wie viel Speicher. Das legen wir gemeinsam fest — schreibt an enterprise@meingpt.com oder sprecht euren Ansprechpartner an.

Kontingente im produktiven Betrieb

Danach gilt pro Workspace ein Speicherkontingent. Es wird individuell vereinbart, es gibt also keine feste Zahl, die für alle gilt. Welches Kontingent für euch gilt und wie viel davon verbraucht ist, steht auf der On-Premise-Seite in meinGPT. Dasselbe gilt für die Zahl der internen Anwendungen (ERP, interne API, Ticketsystem …), die ihr anbinden dürft.

Beide Grenzen werden durchgesetzt. Bei den internen Anwendungen beim Anlegen. Beim Speicher greift die Sperre erst oberhalb von 110 % des Kontingents — bis dahin gibt es Luft. Wird sie überschritten, ist die semantische Suche auf euren Outposts blockiert, bis wieder Platz ist oder das Kontingent erhöht wird. Lässt sich der Verbrauch nicht ermitteln, weil ein Outpost gerade nicht erreichbar ist, wird nicht blockiert.

Datenquellen in der meinGPT Cloud haben ein eigenes, getrenntes Kontingent mit denselben Regeln. Beides sind Leitplanken, keine Pakete: die meisten Workspaces liegen weit darunter.

Einrichtung

Ihr installiert die Outpost-Anwendung auf einem Rechner bei euch — unter Windows als Installationsprogramm, unter Linux als AppImage — und koppelt sie über einen Verbindungscode.

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